Die Bedeutung der Körpersprache in der zwischenmenschlichen Kommunikation ist unbestreitbar. Studien zeigen, dass ein großer Teil unserer Kommunikation nonverbal erfolgt. Körpersprache umfasst Gestik, Mimik, Haltung und Bewegungen, die oft mehr über unsere wahren Gefühle und Absichten verraten als das gesprochene Wort. Auf einer Jobmesse, wo der erste Eindruck oft entscheidend ist, spielt die Körpersprache eine herausragende Rolle.
1. Nonverbale Kommunikation: Mehr als nur Worte
Die Körpersprache ist ein integraler Bestandteil der menschlichen Kommunikation. Sie ergänzt und verstärkt das Gesagte, kann es aber auch widersprechen. Eine offene Haltung, direkter Blickkontakt und ein freundliches Lächeln können Vertrauen und Sympathie erzeugen, während verschlossene Arme, ein gesenkter Blick oder nervöse Bewegungen das Gegenteil bewirken können. Besonders in stressigen oder neuen Situationen, wie auf einer Jobmesse, neigen Menschen dazu, ihre Unsicherheiten unbewusst durch ihre Körpersprache preiszugeben.
2. Die subtile Macht der Körpersprache
Körpersprache wirkt oft subtil, doch ihr Einfluss ist stark. Recruiter und Arbeitgeber achten nicht nur auf das, was Bewerber sagen, sondern auch darauf, wie sie es sagen. Nonverbale Signale können die Wahrnehmung der Kompetenz, Selbstbewusstheit und Authentizität eines Bewerbers erheblich beeinflussen. Eine souveräne Körpersprache kann den Unterschied machen, ob jemand als potenzieller Kandidat in Erinnerung bleibt oder nicht.
3. Die richtige Körpersprache auf Jobmessen einsetzen
3.1 Die Kraft der Haltung
Eine aufrechte und offene Körperhaltung signalisiert Selbstbewusstsein und Offenheit. Stehen Sie aufrecht, mit beiden Füßen fest auf dem Boden, und halten Sie die Schultern entspannt. Dies vermittelt nicht nur eine positive Ausstrahlung, sondern hilft auch, Ihre innere Nervosität zu mindern.
3.2 Blickkontakt: Ein Fenster zur Seele
Direkter Blickkontakt ist ein starkes Zeichen von Aufmerksamkeit und Interesse. Wenn Sie mit einem Recruiter sprechen, halten Sie den Blickkontakt aufrecht, ohne zu starren. Dies zeigt, dass Sie engagiert und konzentriert sind, und hilft dabei, eine persönliche Verbindung aufzubauen.
3.3 Die Macht des Lächelns
Ein echtes Lächeln kann Wunder wirken. Es zeigt Freundlichkeit und Offenheit und kann die gesamte Atmosphäre eines Gesprächs positiv beeinflussen. Achten Sie darauf, dass Ihr Lächeln authentisch wirkt, da ein erzwungenes Lächeln leicht erkannt wird und den gegenteiligen Effekt haben kann.
3.4 Gestik: Unterstützung der Worte
Ihre Handbewegungen sollten natürlich und kontrolliert sein. Zu viel oder zu hektische Gestik kann ablenkend wirken, während gut dosierte Bewegungen Ihre Worte unterstützen und Ihre Aussagen verstärken können. Offene Handflächen signalisieren Ehrlichkeit und Transparenz.
3.5 Raum nutzen: Die Distanz wahren
Der persönliche Raum ist ein wichtiger Aspekt der Körpersprache. Halten Sie einen respektvollen Abstand ein, der sowohl Komfort als auch professionelle Nähe gewährleistet. Ein zu naher Abstand kann als aufdringlich empfunden werden, während zu viel Distanz als Desinteresse interpretiert werden kann.
3.6 Körperhaltung: Sich dem Gesprächspartner anpassen
Ein Tipp: Beobachten Sie während eines Gespräches mal ganz bewusst, ob Ihr Gegenüber eine ähnliche Körperhaltung wie Sie eingenommen hat oder ob er/sie ähnliche Gesten verwendet. Diese unbewussten Signale sind ein Hinweis darauf, dass Sie mit Ihrem Gesprächspartner in einem körpersprachlichen Austausch stehen.
Fazit
Die Körpersprache ist ein entscheidendes Element der Kommunikation auf Jobmessen. Durch bewussten Einsatz können Bewerber ihre Aussagen verstärken, Selbstbewusstsein ausstrahlen und positive Signale an die Recruiter senden. Eine souveräne Körpersprache kann helfen, Überzeugungskraft und Sympathie zu steigern, wodurch sich die Chancen auf ein weiterführendes Gespräch oder eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhöhen. Indem Sie Ihre nonverbalen Signale gezielt einsetzen, können Sie auf Jobmessen punkten und einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
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